gleich einem miniaturkontinent weist die insel ein sehr vielseitiges klima auf, was auf ihre geringe oberfläche und auf ihre bergkämme mit mehr als 2000 m höhe in küstennähe zurückzuführen ist.
auf der ganzen nordostseite von mazo bis barlovento ist das klima mild und frisch. der westliche teil, von fuencaliente bis garafia ist etwas trockener und wärmer.
oberhalb von 500 metern sind die temperaturen unterschiedlicher und von den jahreszeiten abhängig. auf 2000 m ist im winter dann sogar auch schnee im gebirge vorzufinden.
aufgrund der begünstigten geographischen lage, und da la palma als erste der kanarischen inseln von den atlantischen tiefs erreicht wird, gibt es während des ganzen jahres meist aber grundsätzlich milden wind und etwas mehr regen als auf den nachbarinseln. das erklärt auch das üppige grün der insel.
wetter:
ein ratschlag für diejenigen die gutes wetter suchen, ist die inselseite zu wechseln. normalerweise gibt es sonne im westen, wenn es auf der ostseite bewölkt ist und umgekehrt.
das liegt daran dass das wetter auf la palma prinzipiell von vier windrichtungen beeinflusst wird:
- passatwinde (video) aus nordosten
- böige Winde aus westen
- winde aus südosten
- winde aus dem norden
nordostpassat
kommt beladen mit wolken, die die schroffen steigungen der insel nicht überwinden können.
daher ist die luft gesättigt mit feuchtigkeit, die sich auf den blättern der pflanzen niederschlägt: waagerechter regen sozusagen.
böige winde aus westen
im frühjahr und vor allem im herbst wehen atlantische böen mit den von westen kommenden winden über die insel.
hierbei kann es in den wintermonaten in kammlagen zu windspitzen von über 60 km/h kommen.
bei touren an der calderakante und im süden ist dabei erhähte vorsicht geboten.
winde aus südosten
sie führen zur bildung von „calima“.
dieser hitzenebel besteht aus durch den wind beförderten staub der afrikanischen wüste. an besonders heissen tagen im hochsommer besteht bei „calima“ erhöhte waldbrandgefahr.
winde aus norden
vor allem im winter fegen diese kalten winde über die höhergelegenen gebiete der insel und können dabei zu schnee und eisbildung führen.
die exponierte lage der insel erfordert bei tourenplanung und ausführung grundsätzlich generell alpine erfahrung. denn einige der schönsten touren ziehen sich immer an kammlage und graten entlang.
vorsicht ist besonders im winter auf den vulkanbergen bezüglich der passatwolken geboten die von osten an der insel anbranden und durch die cumbre nueva und -vieja sowie die caldera vom warmen süden und westteil getrennt werden.
die „wolke“ kann nachmittags partiell starke nebel bilden die sich erst abends auflösen, und die sicht bis auf unter 10 m begrenzen.
weiterhin können auch im sommer im calderagebirge und an der vulkanroute selten aber doch die passatstauwolken aus dem osten über die kämme „schwappen“, und in kammnähe zusammen mit starken winden für abkühlung sorgen (wolkenwalze).
auf was ist sonst zu achten? während und nach starkregenfällen sind enge barrancos und steile hänge wegen vermurungsgefahr zu meiden.
bitte auch beachten: auf den calderarouten und der cumbre vieja dehydriert man durch die exposition und höhe sehr schnell, und durch windchill kühlt man nicht nur bei nebel schneller aus, als einem lieb ist.
biwaksack, erste hilfe set, erprobte regenbekleidung und eine fleecunterjacke, helmhaube etc gehören auch im winter definitiv, aber auch im sommer zur sicherheit in den la palma bikerucksack.
ein camelback bzw trinkflaschen mit mindestens 3 liter wasser sollten auf tour dabei sein. brunnen sind rar.
info:
veranstalter der vertrider big mountain week auf la palma ist mc2alpin.at.









