FAQ:

f:
warum wird bei der vertrider big mountain week geshuttelt? sollte man sich big mountain touren nicht „by fair means“ selbst erarbeiten?

a: auf taxis zu verzichten geht auf palma schlecht, und mietwagen sind für biker keine lösung. der steht oben auf 2450 m am start, und du auf 0 m meereshöhe am ziel. blöd. das sehr gute bussystem konzentriert sich auf die dörfer, die startpunkte der höheren touren sind nicht mit öffis erreichbar, geschlossene runden selten, und die höhenunterschiede brutal.

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theoretisch könnte man zwar selber (vom meer) hochtreten, aber den langen, kräftezehrenden anstiegen auf staubigen fireroads im westen und süden und manchmal lehmigen oder auch regnerischen pisten im osten (passatstau) und norden folgen bis zu 3000 hm lange abfahrten, auf denen auch der eine oder andere gegenanstieg bewältigt werden muss.

dazu kommen die vielen abzweige in den wäldern und dörfern, und man wird allein schon vom navigieren müde. ohne taxi sind hier bergab schon einige echte marathon cracks beinahe verglüht, die die höhendifferenzen auf der insel unterschätzt haben. bergauf noch gut drauf, bergab keine kraft und kondition mehr.

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wem in den vulkangebirgen wasser, proviant und kraft ausgeht, der begibt sich schlicht in lebensgefahr.

die regel für mehr spass und sicherheit auf langen touren lautet deshalb: bergauf mit dem gut ausgelasteten bike-shuttle mit spezialanhänger kraft sparen!
wir achten übrigens bei der routenplanung der big mountain week auch auf eine möglichst gute akklimatisation der teilnehmer an den lava-untergrund und die höhe.


f: warum brauche ich auf la palma überhaupt einen guide? kann ich die touren nicht mit GPS nachfahren oder selbst recherchieren?

a: die erfahrung hat uns gezeigt...


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...geguidete touren auf la palma machen mehr sinn, sind entpannter und sicherer.

ich weiss noch, wie ich 2006 das erste mal auf la palma war, und mir dachte: „ich bin ein erfahrener alpin freerider mit 100 erstbefahrungen in 10 jahren, fahre bis zu 450000 HM pro jahr, teilweise extreme routen, und habe schon viel gesehen. mit karte und gps müsste das doch auch machbar sein?“ denkste. 2008 die warnungen in den wind geschlagen, und gut trainiert vom meer die calderaroute west in angriff genommen.

fazit: ich war am abend kaputter als je zuvor als auf den härtesten routen im karwendel oder der dolomiten. auf der langen singletrail abfahrt nach tazacorte gingen mir bei der hälfte die kraft, kondition und beinahe die lichter aus, weil ich beim anstieg vom meer einfach zuviel kraft gebraucht hatte.

erst nach fünf big mountain weeks und zwei wanderwochen auf la palma habe ich nun einen guten überblick, und kann mich auf der insel orientieren, weiss wo die highlights sind, was extrem zeit spart.

allein der logistische aufwand mit den shuttles, der hinter der big mountain week steht ist gold wert. stress mit mietwagen? nein. stress mit der organisation? nein. zeitraubendes verfahren und wegsuche? nein. einfach nur spass haben, trails und landschaft geniessen.

q: was ist an bekleidung und proviant mitzunehmen?

a: wer friert ermüdet schneller, und dann werden auch die leichten trails der insel schnell anspruchsvoll.

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anders als in den alpen wartet in den vulkangebirgen keine wärmende alpenvereinshüte sondern bei wettersturz kälte, starke winde, regen. bisweilen liegt im winter am 2450 m hohen roque de los muchachos bis 200 HM herunter vom gipfel sogar schnee.

quellen sind selten. deshalb gehört in den bikerucksack auf la palma: regenjacke, hose, helmmütze, lange handschuhe, fleeceweste / jacke, wechselbekleidung – so wie bei einer big mountain tour in den alpen bei der es kalt oder auch mal regnerisch werden könnte!

als proviant empfehlen sich in der früh frisch gemachte bocadillos (siehe
einkehr) sowie obst. ausser auf den hochtouren kehren wir spätestens mittags in ein restaurant zu.

q: wie steht es um biken, erosion und naturschutz auf der vulkaninsel? achtet ihr auf tour darauf?

a: la palma ist seit mehr als 25 jahren für nachhaltigen, sanften wandertourismus bekannt. möglichst keine bremsspuren auf den wegen durch die urlandschaft zu hinterlassen, und auf den wegen zu bleiben, das hat auf la palma bei allem was biker tun und wie sie in der bevölkerung bewertet werden, absolute priorität. da machen wir – wie auch in den alpen zuhause - keine ausnahme.

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zudem sind wir als tourguides vom tourismusverband verpflichtet, auf eine wegschonende fahrweise der gruppen zu achten. blockierbremsungen sind möglichst zu vermeiden, macht aber ohnehin sinn da mehr flow!

die wartung des umfangreichen, teils uralten wegenetzes auf la palma ist für die locals anstrengend genug, da durch die unzulänglichkeit der gebiete mit viel manueller handarbeit und hohen kosten verbunden.

durch unbedachte bremsspuren und die nach regenfällen dadurch verstärkt einsetzende erosion werden die wege schnell erheblich geschädigt.

die flora und fauna ist ebenfalls empfindlich: viele arten auf la palma sind endemisch, also inselspezifisch.

die bedingungen in der fast immer wolkenfreien zone an der caldera sind für die pflanzenwelt zb besonders hart. nachts kommt es dort regelmässig zu frost, während es in der sonne tagsüber an den südhängen sehr warm werden kann.

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nur wenige, hochspezialisierte arten wie die ginsterähnliche klebrige drüsenfrucht, deren blüten den caldera rand im sommer gelb färben, halten den extremen temperaturunterschieden und der trockenheit stand.

besonders im süden wiederum ist die landschaft extrem erosionsanfällig – dort müssen biker noch einmal doppelt vorsichtig sein.

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wir achten deshalb im interesse aller in der gruppe auf einen wegschonenden, flowigen fahrstil, ohne dabei den spass zu kurz kommen zu lassen.

info:

veranstalter der vertrider big mountain week auf la palma ist mc2alpin.at.