Auf der Sonnenseite
Tscha, an bestimmten Orten Südtirols gehen die Uhren im Winter noch anders (oder sollte man sagen: "Im Winter tote Hose?"). In manchen Regionen hat es sogar - wenn woanders 2.30 m Schnee liegen - gar keinen. Ja gibt's denn sowas?
Klar, eine gute Sammlung an » Webcamseiten hilft, und wissen wo schauen auch - dann erschliesst sich bald, wo noch ein schneefreies Plätzchen zu finden ist.
Nachdem dieser Sommer ein arbeitsreicher und ich im September und Oktober nicht allzuviel am Bike unterwegs sein konnte, stellte ein kurzes Wochenende "Südtirol-Trails scouten" eine sehr willkommene Abwechslung dar.
Besuch aus Xi
Kurzentschlossen mit dabei die Freunde Julius Moosbrugger und Werner Fellner (beide Juristen bei der Vorarlberger Wirtschaftskammer) von » Xi-Trail.com.
Bei soviel juristischem Beistand auf Tour könnte man meinen, wir hätten ein krummes Ding vorgehabt, aber schräg war nur der Berg an den es uns wehte. Bei feinstem Spätherbstwetter (allerdings frischem Föhnwind) fanden wir Trails zum niederknien, und schafften in zwei Tagen 7500 HM (abwärts, versteht sich). Was für den mässigen Konditionsstand als ... net schlecht ... zu bewerten ist.
Während daheim die Skigebiete am ersten Saisonwochenende regelrecht gestürmt wurden, war uns das ziemlich egal oder vielleicht auch recht - wir werden alsbald wieder vorbeischneien.
Spirituelles
Beinahe schon mystisch übrigens die Anzahl der Marterl (Jesusbilder) an einem der Wege den wir fuhren. Der Schöpfer allerorten, und es war durchaus ein berührendes Gefühl, zu sehen wie liebevoll die Südtiroler die Kreuze pflegen und restaurieren.
Spätherbst only
Wie auch die Südtiroler ein feines Völkchen sind. Trafen wir auf den Trails am Samstag tatsächlich noch 5-6 fitte Wanderer, waren es am Sonntag schon 10 Pärchen oder mehr. Doch alle freundlichst gesinnt und immer für einen Plausch zu haben.
Respect the locals
Dennoch wurde uns auf den "Weg" gegeben, dass es im Hochsommer/Herbst nicht empfehlenswert wäre, am Wochenende auf den dortigen Wanderwegen zu biken, da ein enorm hohes Wandereraufkommen vorherrsche und Konflikte dann vorprogrammiert seien.
Logisch. Wir erläuterten, ohnehin nur im Spätspätherbst und Frühfrühjahr zu erscheinen, da im Sommer/Herbst genügend Touren Zuhause auf Befahrung warten würden. Wir gelobten auch dann nicht in Massen, sondern nur in ganz kleiner Mannschaft aufzutreten. Was die Locals sehr erfreute.
Nun viel Spass mit dem » Fotoalbum der Tour!
Viele Grüsse
Christoph Malin
© Vertriders.com 2008




